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„Wünsch’ dir was für Senioren“

Vreden erhält zum 1. Januar ein Generationenbüro im Twicklertreff / Bewerbungen ab sofort willkommen

Vreden erhält ein Generationenbüro. Das Projekt wird über die Stiftung Deutsches Hilfswerk („Deutsche Fernsehlotterie“) unterstützt, hat eine dreijährige Dauer und beginnt bereits am 1. Januar 2019.

Das gaben die Stadt Vreden und das Rote Kreuz im Kreis Borken im Twicklertreff in Vreden bekannt. Die beliebte Anlaufstelle an der Twicklerstraße 6 im Herzen Vredens wird auch Standort und Anlaufpunkt sein.
Zwei Mitarbeiter mit zusammen knapp 30 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit sollen die Seniorenarbeit in der 23.000-Einwohnerstadt mit weiteren Impulsen versorgen und sie weiter voranbringen. Zehn Stunden übernimmt eine erfahrene Mitarbeiterin aus dem Migrationsbereich des Roten Kreuzes.

Ansprechpartnerin für die Stadt Vreden ist die Seniorenbeauftragte Jutta Dechering. Für die Kernzeit (19,5 Stunden) wird kurzfristig eine für Seniorenarbeit qualifizierte Person gesucht. „Sie sollte mit den Strukturen in Vreden vertraut sein und sich hier auskennen. Wir sind für Bewerbungen offen“, erklärten DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann und Geschäftsbereichsleiterin Susanne Biallas. 
Es gebe durchaus eine Menge in Vreden zu tun, vor allem auch Senioren aus dem Stadtkern anzusprechen. Ziel ist eine Vernetzung vorhandener Angebote, neue zu schaffen, Kontakte herzustellen – mit Vereinen (knapp 100 in Vreden), Verbänden, mit älteren Menschen ins Gespräch zu kommen, Beratungsangebote zu vermitteln. 


Ein Jahr bis zur Bewilligung des Generationenbüros
„Wünsch’ dir was für Senioren. So könnten wir das Projekt auch nennen“, erklärte Vredens Erster Beigeordneter Bernd Kemper. In der Antragstellung klang das wesentlich sperriger: „Generationengerechte Ausgestaltung der sozialraumorientierten Arbeit in Vreden“. Ein Jahr dauerte es, bis das (gute) Konzept von der ARD-Fernsehlotterie bewilligt wurde. Ein blaues Fernsehlotterie-Schild wird demnächst am Twicklertreff kundtun, dass von hier aus für alle Generationen gearbeitet wird.
Hintergrund ist die Alterung der Gesellschaft. Sie geht auch an Vreden nicht vorbei. So fiel der Anteil der Jugendlichen bis 18 Jahre von 2010 bis 2015 von 34,6 auf knapp 31 Prozent, ermittelte eine Studie. Bis 2030 wird der Anteil der 65- bis 79-Jährigen um 55,5 Prozent wachsen. Auch deshalb rückt die ältere Generation zwangsläufig mehr und mehr in den Blickpunkt. Die Einrichtung eines Seniorenbüros hatte die CDU bereits 2014 gefordert. Vor gut einem Jahr fanden die Bemühungen von Stadt und Rotem Kreuz im Sozialausschuss Gehör – der Weg zum gemeinsamen Antrag auf eine  finanzielle Förderung war geebnet. 
Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe hatte all’ dies unterstützt.

Ein Drittel der Vredener sei über 55 Jahre alt. Deshalb sei es „sinnvoll, den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten“, hieß es damals. Dazu gehöre auch ein „frühzeitiges Sensibilisieren“ für die Alters-Lebensphase. Vor einem Jahr wurden bei einer Infoveranstaltung im Rathaus bereits Ideen aufgezeigt, die ab kommendem Jahr schnell Realität werden könnten: zum Beispiel ein Führerschein für E-Bikes.