Doppelte Böden, riesige Kartonagen und viel Luft in der Verpackung. Um Preissteigerungen zu verstecken, greifen Hersteller tief in die Trickkiste.

Einige Verpackungen versprechen durch ihre Größe mehr, als sie tatsächlich halten. Manche Hersteller greifen hier zu fiesen Tricks. Leider! Als Käufer merkt man das erst, wenn man die Packung zu Hause öffnet. Ärgerlich! Kein Wunder, dass sich Hunderte Verbraucher deswegen jedes Jahr bei den Verbraucherzentralen und ihrem Bundesverband beschweren.

Außerdem verursachen überdimensionierte Kartonagen und Tüten Zusatzkosten. Sie erzeugen vermeidbare Abfälle, zusätzliche Treibhausemissionen und unnötige Abgase beim Transport. Eine im September 2021 erschienene Studie im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes hat ergeben, dass pro Jahr der Inhalt von 3 Millionen Mülltonnen à 240 Liter in Deutschland eingespart werden könnte, wenn auf Mogelpackungen verzichtet würde – Einsparungen, die der Umwelt, aber noch mehr dem Geldbeutel der Kunden zugutekommen.

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Viele Unternehmen sind kreativ, wenn es darum geht, mit Mengen und Größen zu flunkern. Um den Preis im Laden weiterhin halten zu können, verringern gerade in der jetzigen Situation manche Hersteller den Inhalt, wohingegen die Verpackung aber ihre Größe beibehält (Spalte r.). In der Vergangenheit war es aber auch schon mal der Handel, der eine Preissenkung nicht an die Verbraucher weiterreichte. Neben Lebensmitteln, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln sind auch Waschpulver oder Haushaltsreiniger von solchen verschleierten Preiserhöhungen betroffen.